© whitney-media.de
startseite
presse
"Just Whitney"
news
"love, whitney"
archiv
newsgalerie
news einschicken
fans
biographie
galerie
multimedia
über die seite


whitney-media news
"Just Whitney"
Alles über Whitneys neues, aufregendes Comebackalbum

Cover | Titelliste | Veröffentlichungsdaten | Presse | Charts | Singleauskopplungen | Kaufen

Cover
'just whitney'-cover Cover von 'Just Whitney' [Limited Edition]


Titelliste
01 Whatchulookinat (Main (A.K.A. Backing Vox Up)) 03:35
02 Tell Me No 03:44
03 One Of Those Days (Album Version) 04:17
04 Things You Say 04:10
05 My Love (featuring Bobby Brown) 03:27
06 Love That Man 03:28
07 Try It On My Own 04:39
08 Dear John Letter 04:34
09 Unashamed 03:38
10 You Light Up My Life 03:42
11 Whatchulookinat (P. Diddy Remix - Radio Edit) 04:08

Inhalt der DVD der "Special Edition":
01 Whatchulookinat (Video) 04:05
02 Love To Infinity (Megamix Video) 05:17
03 Behind the Scenes of Watchuloo (Video) 04:53


Veröffentlichungsdaten
Europa, Australien - 25. November 2002
USA, Kanada - 10. Dezember 2002


Presse
BMG Backpage
Sie bleibt eine Diva des Soul, eine Königin des Pop und nach wie vor "the greatest voice of all". Mit ihrem neuen Longplayer "Just Whitney", dem ersten Studioalbum seit ihrem fulminanten Comeback mit der Hitsingle "My Love Is Your Love", beweist sie das wieder einmal mehr eindringlich.

Der Vorbote, die flott gehaltene Vorabsingle "Whatchulookinat" war eine für sie längst fällige Abrechnung mit all den Skandal-Journalisten und Papparazzis, die in ihr lediglich wieder Stoff für neue Stories oder die Honorarnoten-Lieferantin für angebliche Enttarnungs-Bildchen sahen. Auf dem Album finden sich aber nicht nur eingängige uptempo Popsongs und tolle R'n'B/Soul-Tracks, sondern auch wieder die legendären Kuschel-Balladen, denen sie mit ihrer tollen Stimme das einzigartige Kribbeln verleiht.


Tagesspiegel: In höchsten Tönen

Jennifer Lopez und Whitney Houston wollen wissen, wer die Beste ist – ihre neuen Alben erscheinen zeitgleich

Von Sassan Niasseri

Um das diesjährige Weihnachtsgeschäft streiten sich gleich drei Pop-Divas: Bevor Mariah Carey am 2. Dezember ihr neues Album veröffentlicht, steht am Montag ein tête-à-tête der besonderen Art an – Whitney Houston und Jennifer Lopez bringen ihre neuen Werke zeitgleich auf den Markt. Houston, 39, und Lopez, 31, das ist auch ein Duell zweier Generationen. Die Souldiva alter Schule gegen den schrillen Latino-Star. Die stimmgewaltige Balladenromantik der 80er gegen den sexgeladenen Gossen-Funk der 90er. Samt gegen Neon. Eine der beiden wird verlieren.

Früher hätte niemand es gewagt, am selben Tag wie Whitney Houston ein Album zu veröffentlichen, so groß war ihre musikalische Dominanz: 25 Millionen verkaufte Exemplare ihres Rekord-Debütalbums „Whitney“ (1985), sieben US-Nr. 1 Singles in Folge, auch Rekord, und noch ein Charts-Platzhalterrekord mit „I will always love you" (1992, 14 Wochen). Und über all dem schwebte die oktavenübergreifende Stimme der Gospel-Chorschülerin, die das Magazin „Billboard" einmal „Ein Geschenk Gottes" nannte. Ihre Eleganz kannte keinen Fehler – dachte man. Heute steht Houstons Karriere auf dem Spiel. Der Comeback-Versuch „Just Whitney“ könnte ihr Untergang sein. Seit ihrem letzten Album „My Love is your Love" (1998) prägt ein hässliches Bild von ihr die Öffentlichkeit: das der mit Drogen zugedröhnten, lallenden Diva. Eine Diva auf dem Weg nach unten. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Houston sei drogensüchtig. Tiefpunkt ihrer Karriere: Die letztjährigen Dementis ihrer Managerin, Houston sei an Magersucht oder einer Überdosis Crack gestorben. Houstons Freunde sind sich sicher: Ihr zur Gewalt neigender Ehemann, Ex-Rapstar und Drogen-Straftäter Bobby Brown, trage die Schuld für die Verwandlung der ehemals bibelfrommen Schönheit in eine geistesabwesend erscheinende Performerin.

„Just Whitney“ hat Werbung dringend nötig. Doch „Whatcha lookin’ at?“, ihre bei den „MTV Europe Awards“ vorgestellte neue Single, schaffte es – früher undenkbar – nicht einmal in die Top 50 der US-Charts. Der Dance-Song erinnert an die Retourkutschen, wie sie Michael Jackson an die verhasste Öffentlichkeit feuert: „Now I'm turning the cameras back on you / Same spotlights, the ones who gave me fame / Trying to dirty up Whitney's name." Ein gelungenes Stück. Der Rest des Albums aber klingt, trotz prominenter Songschreiber im Hintergrund, nur allzu altbacken. Es gibt viele Schmalzballaden anno 1987 („One of these Days") und ein bemühtes Treuschwur-Duett mit Bobby Brown („My Love“).

Dennoch ist Houstons Plattenfirma zuversichtlich, der „New York Times" sagte „Arista"-Präsident Antonio L.A. Reid: „Whitney ist bei guter Gesundheit. Sie sieht wunderbar aus.“ Noch immer überflügele sie die Konkurrenz. „Trends kommen und gehen, aber ihre Stimme ist zeitlos.“ Kurz zuvor erst hatte die Sängerin mit ihrer Plattenfirma einen 100 Millionen Dollar-Vertrag abgeschlossen. Als Kernzielgruppe sind nun die Über-25-Jährigen „Adult Soul“-Hörer angepeilt. Das bedeutet: Verzicht auf viele Käufer. Und meint ganz einfach: Whitney Houston gilt jetzt als uncool.

Bessere Verkaufschancen hat Jennifer Lopez mit ihrem dritten Album „This is me…Then". Seit ihrem Durchbruch an der Seite von George Clooney in der Gangster-Romanze „Out of Sight" (1998) führt die US-Puerto Ricanerin eine reibungslose und hochbezahlte Dreifachkarriere: als körperbetonte Actionschauspielerin („The Cell"), als Covergirl unzähliger Modezeitschriften (ihren Körper ließ sie für 300 Millionen Dollar versichern) und als Sängerin von 25 Millionen verkauften Alben mit dem Künstlernamen „J. Lo". Sie ist der größte Latino-Star überhaupt. Vor kurzem erst wurde sie bei den „MTV Europe Awards" von den Fernsehzuschauern als „Best Female" ausgezeichnet.

Bereits ihre erste Filmrolle im Migranten-Drama „My Family" (1995) ebnete Lopez den Weg als Identifikationsfigur eingewanderter Hispanics, die sich aus der Unterschicht heraus eine Karriere in den USA erarbeiten; der Titel ihres Albumdebüts „On the Six“ bezieht sich auf die U-Bahnlinie, mit der die junge Jennifer aus der Bronx nach Manhattan zum Ballettunterrricht fuhr.

Nach all den Jahren des Erfolgs aber präsentiert sich das ehemalige Ghettokind Lopez heute als unangenehm reich, vulgär und goldbeschmückt – eine Image-Entwicklung von der strebsamen Schauspielerin zur Göre. Dafür zeichnet auch ihr Förderer und Ex-Freund, der HipHop-Mogul P Diddy, verantwortlich, der sie in die New Yorker Musikkreise einführte. Die glamouröse Beziehung mit dem Erfolgsproduzenten endete vor zwei Jahren, als P Diddy wegen einer Nachtclub-Schießerei vor Gericht landete. Lopez, die vor der Polizei aussagen mußte, fürchtete einen Imageschaden und trennte sich daraufhin von ihm: Mag die „Gangsta"-Paarung ihrem Image als Sängerin pfleglich sein, in Hollywood ist es das für die Karriere nicht. Mittlerweile ist sie mit dem Schauspieler Ben Affleck verlobt.

Mit „Just Whitney“ hat „This is me… Then“ vor allem gemein, dass es sich bei beiden Alben um glatt kalkulierte, brave, von unzähligen Produzenten zurechtgerührte Kunstprodukte handelt. Wenn Houston nur noch zu Kaffee und Kuchen gespielt wird, eignen sich die wenig verführerischen „R&B“-Klänge Lopez’ höchstens für das Fitnessstudio – daran ändert auch die Mitarbeit nahmhafter Rapper wie LL Cool J („All I have“) nichts. Geradezu beschämend versucht die Multimillionärin gar, sich auf ihrer neuen Single „Jenny from the Block“ noch immer als „Latina von der Straße“ zu verkaufen, der „Roots“-Bewusstsein wichtiger ist als Dollar-Segen und die auf fünf Millionen Dollar angesetzte Prunkhochzeit mit Affleck: „I stay grounded/ As the amounts roll in/ I’m real/ I came from South Bronx.“ Das dazugehörige Video zeigt die extrovertierte Lopez und ihren Verlobten wenig glaubwürdig als ein Paar, das schwer an der Verfolgung durch Paparazzi zu knabbern hat.

Unerbittlich erklimmt „Jenny from the Block“ die US-Top Ten – ein sicherer Hinweis für den Erfolg des kommenden Albums. Houston dagegen muss hoffen, dass die Öffentlichkeit ihr die Eskapaden irgendwann verzeiht. Wenigstens ihre Gesangsstimme hätte aufmerksame Zuhörer verdient. Sie ist nach den Jahren voller Tragik und Zusammenbrüche noch immer so schön wie früher. Daran können auch die schwachen Songs nichts ändern.


Spiegel Online: Aus "Die wichtigsten CDs der Woche"

"This Is Me...Then", "Nichts als die Wahrheit", "Just Whitney..." - es nimmt und nimmt kein Ende mit den ungefragten Nabelschauen. Was sagt eigentlich die Plattenfirma dazu? Die Plattenfirma sagt: "If you're messin' with Whitney, you're loosin' big time". Whitneys uns nicht näher bekannter Drogenberater dürfte auf Grund von Houstons jüngsten Fernsehauftritten schon eher ein mahnendes "Don't mess with Doctor Dream" geäußert haben, doch die berüchtigte Fünf-Oktaven-Frau schlug bereits mit der Single "Whatchulookinat" zurück: "Same spotlights, the ones who gave me fame/ tryin' to dirty up Whitney's name". Ja, mit Whitney ist nicht zu spaßen. Leider auch nicht mit Carlos Santana, der den Schluss des ansonsten wirklich akzeptablen "Tell Me No" gnadenlos zergniedelt. Auch Ehemann Bobby Brown darf mitsingen ("My Love"), die Ballade "Things You Say" ist immerhin ein Highlight, insgesamt gesehen ist auf "Just Whitney..." jedoch kein einziger Song, der das Format von "My Love Is Your Love" oder meinetwegen auch "The Greatest Love Of All" erreicht. Dust yourself off and try again.
Jan Wigger


LAUT
Whitney Houston, die große Dame des Soul, ist wieder da. Ihr neues Album heißt "Just Whitney", und der Titel hält, was er verspricht. Dieses Comeback-Album nach Jahren der bösen Gerüchte um Drogenkonsum und Magersucht enthält alles, was Fans und Kenner von ihr erwarten, und überzeugt mit einer guten Mischung aus schnellen Songs mit starken Rhythmen und herzzerreißenden Balladen.

Gleich im ersten Track ihres neuen Albums rechnet sie mit der Boulevardpresse ab. Das Stück nennt sich: "Whatchulookinat" und der Name ist Programm: "You got the heart to show the world what I do. Now I'm turnin the cameras back on you. Same Spotlights, the ones who gave me fame tryin' to dirty up Whitneys name." Und auch der Rest der Scheibe räumt mit Gerüchten von einer schwachen, drogenabhängigen Whitney auf: Mit starker Stimme meldet sie sich auf der Bühne der großen Soul-Diven zurück.

Interessant zu hören ist auch "Tell Me No", das als poppige Hymne an ihre großen Songs vor "The Bodyguard" erinnert. Etwas weniger gelungen das Duett mit Ehemann Bobby Brown: die Stimmen klingen abgehackt und kommen nicht voll zur Geltung, was durch eher unromantisch anmutende Beats noch verstärkt wird. Schade, denn vom Titel "My Love" verspricht man sich ein emotionsgeladenes Für und Wieder der beiden großen Stimmen.

"On My Own" ist ein richtig schöner Schmuse-Song, der dank Whitneys warm bebender Stimme die Fans dahin schmelzen lassen wird. Hitverdächtig ist auch die Singleauskopplung "One Of Those Days" (9.12.), die von Kevin 'She'kspere' Briggs stammt. Schnellere, explosivere Stücke wie "Dear John Letter" und "Love That Man", das eine Liebeserklärung an Bobby Brown zu sein scheint, gehen mehr in die R'n'B-, denn in die Soulpop-Richtung, was deshalb aber nicht weniger gefallen dürfte.

Alles in allem bietet "Just Whitney" eine gute, abwechslungsreiche Mischung mit einigen herausragenden Songs. Die Sängerin mit der fünf-Oktaven Stimme hat noch einmal alles gegeben, so dass man wohl von einem gelungenen Comeback sprechen kann.


Bayern 3: Album der Woche
Viele, die Whitney Houston bei den MTV Europe Music Awards 2002 gesehen haben, sind ein bisschen erschrocken. Ist die dünn geworden! Magersucht? Drogen? Sie selbst sagt allerdings, dass es ihr wieder richtig gut gehe und erteilt den vielen Kritikern der letzten Jahre eine klare Absage. Im Text ihrer ersten Single "Watchulookinat" singt sie: "Same spotlights, the ones that gave me fame, tryin' to dirty up Whitneys' name." Ungefähr: "Dieselben, die mich früher hochgejubelt haben, versuchen jetzt, mich in den Schmutz zu ziehen." Und es gab ja auch einige Dinge, über die man kritisch berichten konnte: Whitneys Kokainsucht, ihre Festnahme wegen Drogenbesitz und der prügelnde Ehemann Bobby Brown. Doch auch zu ihm steht Whitney nach wie vor. Auf dem neuen Album "Just Whitney" gibt es sogar ein Duett der beiden: "My Love". Es beginnt mit den Worten: "It's been ten years since we've been married, right? They didn't think, we gonna make it..."

Whitney Houston und Bobby Brown haben es doch geschafft. Zehn Jahre sind die beiden jetzt schon miteinander verheiratet. Überhaupt hat man bei dem Album "Just Whitney" das Gefühl, dass da eine Frau singt, die völlig in sich ruht. Die Stimme ist kraftvoll und nach wie vor einfach der Hammer. Die Hip-Hop-Queen Missy Elliott drückt es so aus: "Es gibt nur eine Whitney Houston. Sie hat etwas in ihrer Stimme, das mich mehr als berührt." Und ihre Fans lieben nach wie vor besonders die wunderschönen Powerballaden im Stil von "I Will Always Love You" und "One Moment In Time". Auch auf dem neuen Album gibt es so einen Song: "On My Own". Bei jeder anderen Sängerin wäre es Kitsch - bei Whitney Houston könnte man sofort losheulen...
Es gibt auch moderne Club-Tracks zu hören. Neben "Whatchulookinat" vor allem die Songs "Love That Man" und "Dear John Letter". Letzterer erinnert mit seinen Streichersounds ein bisschen an den coolen Michael Jackson der frühen 80er. Whitney muss sich vor den Brandys und Alicias unserer Zeit wirklich nicht verstecken. Sie hat es nach wie vor, dieses gewisse Etwas. "Just Whitney" von Whitney Houston - ein beeindruckendes Album von der First Lady des Soul.

Laura Wachter, Bayern 3 Musikredaktion


Amazon.de: Aus der Amazon.de-Redaktion
Einfach nur Whitney -- Just Whitney: Das verspricht uns die große Dame der eingängigen Soul-Musik mit ihrem neuen Album. So ganz richtig ist das allerdings nicht, hat sie doch einige der bedeutendsten US-Produzenten strategisch geschickt an den Reglern positioniert. Missy Elliott war mit am Werk, ebenso wie Babyface, P. Diddy und Kevin "She'kspere" Briggs.

Für "Whatchulookinat", den Eröffnungssong des Albums, zeichnet Ehemann Bobby Brown verantwortlich. Mit diesem R&B-lastigen Track setzt Whitney Houston zur Abrechnung mit der Medienmaschinerie an, die ihr oft genug schon übel mitgespielt hat. Der ehemalige New Edition-Sänger darf für die musikalische Liebeserklärung "My Love" dann sogar selbst zum Mikrofon greifen und er ergänzt die virtuosen Vocals seiner Frau auf das Allerfeinste -- ein perfektes Paar, möchte man (fast) meinen.

Die zweifelsfrei bewegendste Ballade des Albums, "Things You Say", stammt aus der Feder von Missy Elliotts Protegé Tweet: extrem schleichend und absolut schlafzimmertauglich! "One Of Those Days" ist der vielleicht hitverdächtigste Track des Albums und erinnert dank einiger geborgter Passagen höchst angenehm an die Isley Brothers Nummer "Between The Sheets". Ungeachtet allen Fortschritts soll man seine Wurzeln schließlich nicht ganz vergessen. Um aus Just Whitney eine vollends runde Sache zu machen, endet die Scheibe mit dem gleichen Song, mit dem sie auch begonnen hat. "Whatchulookinat" wird im zweiten Anlauf allerdings aufgemotzt durch eingestreute Raps von Bad Boy P. Diddy und ein zugegebenermaßen direkt ins Ziel treffendes KRS-One Sample.

So schön das auch alles klingen mag, einen Vorwurf muss man Whitney Houston doch machen: Ihr Longplayer ist beinahe makellos gelungen, aber eben auch ohne die Ecken und Kanten, die gerade ihre Musik nicht nur bis zur Seele vordringen, sondern dort auch verweilen lassen. Doch das gelingt eben auch bei der perfekten Abstimmung aller Zutaten nicht immer. --Tobias Wessels


Berliner Morgenpost: Drogen, Prügel, Soul

Diven-Konkurrenz im Weihnachtsgeschäft: Whitney Houstons imposante Wiederkehr

Von Michael Pilz

Mancher ahnte schon im Sommer 1998 schlimmes. Whitney Houston sang zum bislang letzten Mal für die Berliner. In der Köpenicker Wuhlheide, im Dauerregen. Nach fast jedem Lied verschwand sie, um das Kleid zu wechseln. Auch ihr Tanzen ähnelte verhaltener Aerobic. Schön, rief sie, dass die Berliner Mauer nun gefallen sei. Vier Jahre ist das her.

In dieser Zeit machte sie durch verschiedenste Gerüchte, Nachrichten und wenig schmeichelhafte Bilder auf sich aufmerksam. Von Drogen war die Rede, Prügeleien mit dem Ehemann, von Magersucht oder missratenen Konzerten. Nun ist Whitney Houston wieder da mit ihrem neuen Album, das «Just Whitney» heißt. Nur Whitney, nur Musik, nur Pop und Soul und keinen Ärger.

Allenfalls zur Nachbehandlung rechnet sie noch einmal mit den Medien ab. Sie singt im wirklich zauberhaften «Whatchulookinat: «Jetzt wende ich die Kameras auf euch / Die gleichen Scheinwerfer, die mir den Ruhm verliehen / Suchen Whitneys Namen zu beschmutzen.» Als sie allerdings den Dreh des Videoclips dafür verschieben ließ, vermuteten die Medien lautstark, Whitney Houston sei entkräftet. Als der Clip erschien, wurde gemeldet, Whitney Houston musste digital erst optisch aufgepäppelt werden. Wie auch immer: Es ist Whitney Houstons reifste Platte. Sei es, weil sie während ihrer Arbeit wütend war. Vielleicht trifft auch die unsinnig romantische Legende einmal zu, ein Interpret des Soul müsse das Leid am eigenen Leib erlitten haben, um es zu besingen. Was Aretha Franklin, die Cousine Dionne Warwick oder ihre Mutter Cissy Houston für sie waren, könnte Whitney heute für die jungen R&B-Stars werden. Eine Stilmutter für Sängerinnen wie Beyonce Knowles oder Alicia Keys.

Und nicht zuletzt durch ihre offensichtlich überstandenen Eskapaden und durch ihre Platte darf sich Whitney Houston auch berechtigt «Diva» nennen. Heute gelten schwierige und glamouröse Sängerinnen schnell als Diva. Und so wollen es der Zufall und das Vorweihnachtsgeschäft: In den Regalen treffen sich in diesen Tagen die CDs der Divenkonkurrenz. Mariah Carey, ähnlich von der Medienschmäh gebeutelt, bringt ihr «Charmbracelet» heraus. Jennifer Lopez ist mit «This Is Me... Then» vertreten. Toni Braxtons Album heißt «More Than A Woman». Also darf verglichen werden mit der Soul-Pop-Stimme aus der Ära zwischen Wettrüsten und Mauerfall: Die Carey pflegt das hitparadensichere Mittelmaß. Die Lopez ist zwar auf der Leinwand besser, aber ihre Platten sind nur Teil ihrer Verwertungskette. Und die Braxton klingt so glatt, wie ihre traumhafte Karriere.

Schon allein für das Duett «My Love» mit ihrem jähzornigen Gatten Bobby Brown, für diesen hymnenhaften Soul aus der Gerüchteküche, möchte mancher erstmalig vor Whitney Houston niederknien. Auf diese Weise schließt «Just Whitney» an ihr erstes Album «Whitney» aus dem Jahre 1985 an.

In Berlin hatte sie 1998 schon erklärt, sie wolle zurück zu den Wurzeln, zu den Gospels der Baptistenschule vor der Zeit als Titelmädchen. Damals auf der Bühne hat sie sich verplaudert und die Menschen, die sie mochten, ziemlich schwer verwirrt. Nun ist sie wieder bei sich.


Charts
08.12.2002: "Just Whitney" steigt in die deutschen Albumcharts neu ein auf Platz 16.
14.12.2002: "Just Whitney" fällt in den deutschen Albumcharts auf Platz 39. 20.12.2002: "Just Whitney" fät in den deutschen Albumcharts auf Platz 48. In den amerikanischen Billboard-Charts steigt es neu ein auf Platz 9.
05.01.2003: "Just Whitney" fällt in den amerikanischen "Billboard 200" von Platz 30 auf Platz 36.
11.01.2003: "Just Whitney" steigt in den deutschen Albumcharts von Platz 53 auf Platz 52.
18.11.2003: "Just Whitney" bleibt in den amerikanische Albumcharts auf Platz 41.
23.01.2003: "Just Whitney" fällt in den deutschen Charts von Platz 55 auf Platz 84.
29.01.2003: "Just Whitney" fällt auf Platz 88 in den deutschen Albumcharts.


Singleauskoplungen
16.09.2002 - "Whatchulookinat" - mehr - bestellen
10.12.2002 - "One Of Those Days" - mehr - bestellen


Kaufen
"Just Whitney" ist im Handel erhältlich oder kann bei Amazon.de bestellt werden:
  • "Just Whitney" [Lim. Ed.]
  • "Just Whitney"


  • nach oben
    Ò