© whitney-media.de
startseite
news
"love, whitney"
archiv
newsgalerie
termine
fans
biographie
galerie
multimedia
über die seite
presse
BUNTE
termine
feedback





whitney-media | presse

„Mama, lass dich scheiden!“
Sie war verrückt nach Ehemann Bobby Brown, bis der sie bespuckte. Ihre Mutter kam mit der Polizei in ihr Haus. Sie nahm ihre Tochter mit in die Entzugsklinik. Was Whitney Houston bei „Oprah Winfrey“ aus ihrer Drogenvergangenheit erzählte, klingt wie aus einer schlecht erfundenen Nachmittags-Talkshow. Doch für die Sängerin war es bittere Realität.

Quelle: BUNTE
Art der Quelle: Online
Autorin: Anja Daeschler
Datum: 16.09.2009
Anlass: Oprah-Winfrey-Interview vom 14. und 15. September 2009
Ton: positiv


Whitney Houston und Bobby Brown versuchten 2004 noch, nach außen hin den Schein zu wahren (Foto: Getty Images) Whitney Houston erinnert sich noch wie heute an den Tag im Jahr 2006, als sie endlich der Ehehölle mit Bobby Brown entkam, wie sie jetzt in einem schonungslos offenen Interview mit US-Talkerin Oprah Winfrey erzählte: „Ich betete zu Gott: ´Bitte gib mir einen einzigen Tag der Stärke. Ich werde aus der Tür gehen und nicht zurückblicken.´ Und dieser Tag kam. Ich sagte: ´Ich gehe Zucker und Milch holen und bin gleich wieder da.´ Doch ich kam niemals wieder zurück zu ihm.“ Mit nichts als zwei Paar Hosen, Turnschuhen und ein bisschen Unterwäsche im Gepäck flog sie nach Los Angeles zu einer Freundin und ließ 14 Jahre Ehe hinter sich. „Ich wusste, wenn ich bei ihr bin, wird er mich nicht belästigen.“ Denn die Freundin habe Bobby Brown gedroht: „Wenn du herkommst, erschieße ich dich. Lass sie in Ruhe.“

In den folgenden Wochen verkaufte die Sängerin das Haus in Atlanta, in dem sie mit Brown gelebt hatte, die Autos, die Möbel. „Ich habe mich von allem gelöst“, erinnert sie sich. „Ich wollte nicht länger mit einem untreuen Ehemann leben. Ich wollte alles stoppen, die Drogen, alles. Er wollte einfach so weitermachen.“ Tochter Bobbi Kristina musste sie bei ihrem Bruder Gary und ihrer Schwägerin in Atlanta lassen. „Es war alles zu viel für sie. Sie kümmerten sich zwei Jahre lang um sie, während ich versuchte, mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.“

Als es ihr besser ging, zog sie mit Bobbi Kristina in ein kleines Haus nach Laguna in Kalifornien. Doch ihre Tochter sei wütend auf sie gewesen: „Sie verstand es nicht. Sie stritt mit mir. Aber ich habe sie mit Liebe wieder für mich gewonnen.“ Doch selbst dort habe sie noch auf Bobby Brown gewartet, in der Hoffnung, er würde sich ändern und zu ihr zurückkehren. Doch er traf sich weiter mit anderen Frauen, so offensichtlich, dass seine Tochter das über die Medien erfuhr. Irgendwann flehte die damals erst 13-Jährige ihre Mutter an: „Mama, lass dich scheiden. Lass ihn gehen. Sei für mich da. Wir verdienen beide etwas Besseres.“ Bobbi Kristina sei damals viel klüger als sie gewesen, räumt Whitney ein. Doch bis zur Scheidung dauerte es noch bis April 2007.

Schritt für Schritt rutschte sie tiefer in den Drogensumpf

Am Anfang ihrer Ehe mit Bobby Brown sei sie „verrückt vor Liebe“ zu ihm gewesen. „Niemand kennt seine zärtliche, sanfte Seite“, schwärmte die Sängerin. Er sei jemand zum Anlehnen gewesen. Doch als ihr Erfolg nach dem Kino-Blockbuster „The Bodyguard“ 1993 immer größer wurde, sei ihre Beziehung in die Krise geraten. „Ich denke, etwas passiert mit einem Mann, wenn eine Frau so viel Kontrolle über alles hat und so berühmt wird – wenn er nicht sein eigenes Ding macht.“ Er sei eifersüchtig auf ihren Erfolg und ihren Reichtum gewesen. Deshalb habe sie immer versucht, ihren Ruhm herunterzuspielen. „Ich bin Mrs. Brown. Nennt mich nicht Mrs. Houston“, habe sie den Leuten gesagt. Auch bei der Reality-Show „Being Bobby Brown“ über ihr gemeinsames Leben habe sie nur ihm zuliebe mitgemacht. „Ich habe alles dafür getan, ihm zu gefallen, und mich dabei selbst verloren.“

Schritt für Schritt rutschte sie immer tiefer in die Drogensucht, konsumierte irgendwann täglich große Mengen Kokain und Marihuana. Bobby Brown habe zusätzlich noch getrunken: „Er war ein richtig gemeiner Alkoholiker.“ Einmal habe er ihr im Suff mitten ins Gesicht gespuckt. „Meine Tochter kam die Treppe hinunter und sah es. Er hatte soviel Hass in seinen Augen für mich“, erinnert sich die Sängerin. Geschlagen habe er sie jedoch nur ein einziges Mal, und da habe sie zurückgeschlagen. „Ich bin mit zwei Brüdern aufgewachsen, ich kann mich wehren.“ Mit den Drogen sei es aber immer schlimmer geworden. „Wir saßen manchmal eine Woche vor dem Fernseher, völlig high, und sprachen kein Wort miteinander.“

Bobbi Kristina ist stolz auf ihre Mutter

Sie habe in dieser dunklen Zeit nicht vermisst, zu singen oder wieder der Star „Whitney Houston“ zu sein. „Ich habe ehrlich gesagt gar nicht mehr darüber nachgedacht.“ Doch ihr Entdecker Clive Owen ließ nicht locker. „Ich glaube nicht, dass es vorbei ist“, habe er zu ihr gesagt. „Gott hat dir nicht eine solche Begabung gegeben und lässt es so enden. Die Welt wartet und will dich wieder hören.“ Das habe ihr viel Kraft gegeben. Ebenso wie ihr Glaube an Gott und ihre Familie, die immer für sie dagewesen sei, obwohl sie sich tagelang eingesperrt, niemanden mehr an sich herangelassen habe.

Nur ihre Tochter wollte sie immer um sich haben. Zwischenzeitlich nahm sie Bobbi Kristina sogar für 30 Tage mit in eine Entzugsklinik. „Ich musste sie dabei haben. Ich wollte, dass sie es versteht. Ich habe sie nicht angelogen. Ich konnte es nicht.“ Doch danach habe sie mit den Drogen weitergemacht wie vorher. Bis ihre Mutter eines Tages mit der Polizei in ihr Haus kam. „Ich habe einen Gerichtsbeschluss hier. Du wirst deine Karriere aufgeben, weil es das nicht wert ist. Ich will meine Tochter zurück. Ich will das Strahlen in deinen Augen wieder sehen.“

Sie erfüllte ihrer Mutter diesen Wunsch und besiegte nicht nur ihre Drogensucht, sondern schaffte es jetzt – nach sieben Jahren -, als Sängerin zurückzukommen. Ihre neues Album „I Look To You“ schoss in den USA und in vielen europäischen Ländern auf Platz eins der Charts. Gerade ihrer mittlerweile 16-jährigen Tochter bedeutet das viel, wie Whitney Houston bei „Oprah“ verriet. „Heute Morgen kam sie zu mir ins Bett und sagte mir, wie stolz sie auf mich ist: ´Deine Platte erobert die Welt. Wir haben es geschafft, Mama!´“




nach oben