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Frankfurter Neue Presse, 1999
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Die Diva unterm Sternenhimmel
Whitney Houston begeisterte die Fans in der Frankfurter Festhalle.

Quelle: Frankfurter Neue Presse
Art der Quelle: Tageszeitung
Autor: Andreas Flender
Datum: 1999
Anlass: Konzert in der Frankfurter Festhalle
Ton: positiv

Pop-Königin mit mächtiger Stimme: Whitney Houston brachte ihre Fans in der Festhale mit ihren Klassikern, aber auch mit Hits vom neuen Album in Schwung. Foto: Weis Eigentlich konnte bei dem Konzert gar nichts schief gehen. Denn wer mit einem Star wie Amanda Marshall im Vorprogramm anreist, hat schon gewonnen. Die blonde Rockröhre heizte den Zuschauern dann auch eine halbe Stunde mit ihren Hits wie "Let It Rain" und "Believe In You" ein, bevor Miss Houston selbst die Bühne betrat.

Dafür ließ sich die Diva allerdings viel Zeit, denn Amanda Marshall war schon eine halbe Stunde verschwunden, bis sich die Soul-Queen endlich blicken ließ. Mit ohrenbetäubendem Applaus und begeisterten Zurufen wurde sie empfangen. Und die Sängerin die hohen Erwartungen ihrer Fans nicht: Sie bot eine perfekt inszenierte Show, die klar machte, dass diese Frau keinen Bombast nötig hat, um ihre Stimme richtig in Szene zu setzen.

Die Bühne, nur spartanisch mit Chrom und einer Treppe ausgestattet, wurde mit Scheinwerfern in ein buntes Lichtermeer getaucht, der dunkle Hintergrund leuchtete als Sternenhimmel auf. Viel mehr noch strahlte jedoch Whitney - nicht nur durch ihren schwarz-glitzernden Dress von Dolce & Gabbana, sondern auch dank ihrer guten Laune. Immer wieder bezog sie das Publikum in ihre Show ein: "Say Yeah!"

Bei der Vorstellung ihrer Band, ihres Background-Chors und ihrer vier Tänzerinnen machte sie Scherze und tänzelte ausgelassen auf der Bühne umher.

Diese lockere Stimmung hielt sich den ganzen Abend durch, doch der Superstar hatte seine Fans ohnehin im Griff. Whitney erntete Beifallsstürme - ob sie nun Lieder ihres aktuellen Albums "My Love Is Your Love" wie "Heartbreak Hotel" oder den Titelsong selbst zum Besten gab oder aber zurück in die Vergangenheit ging: "How Will I Know", "I Wanna Dance With Somebody", "Step By Step" - Hits der Top-Sängerin, die längst schon Dance-Klassiker sind und auch in der Festhalle die Massen in Bewegung brachten.

Ihrer Wurzeln gedachte Whitney, die ihre Karriere in einem Kirchenchor begonnen hat, mit ein paar Gospels, bei denen viele die Feuerzeuge zückten. So harmonisch, wie es dabei auf der Bühne zuging, scheint es zur Zeit auch um ihre Ehe bestellt zu sein. Als Überraschung tauchte plötzlich Ehemann und Sänger Bobby Brown auf, tanzte um seine Whitney herum, gab ihr ein Küsschen und war schon wieder verschwunden.

Nach knapp anderthalb Stunden wollte sie wirkungsvoll mit "I Will Always Love You" den Schlussakzent setzten, doch da hatte sie die Rechnung ohne ihre Fans gemacht. Enthuasiastisch forderten sie eine Zugabe, und die Sängerin putschte mit dem Club-Hit "It's Not Right But It's Ok" die Menge noch einmal auf. Danach war aber endgültig Schluss. Nur eine Zugabe - schade! Aber gut: Miss Houston hat an diesem Abend ganze Arbeit geleistet.




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