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presse suedkurier.de vom 24.07.2009 feedback |
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Gestrauchelte Popdiva meldet sich zurück
Whitney Houston ist zurück. Nach jahrelangen Drogenexzessen und gleichzeitiger Abstinenz von der Musikindustrie hat die Sängerin ein neues Album fertig. Zu verdanken hat sie das Clive Davis – dem Mann, der sie schon vor 20 Jahren zum Star machte. Quelle: suedkurier.de Art der Quelle: Online Autor: unbekannt Datum: 24.07.2009 Anlass: Albumpräsentation in London vom 14. Juli 2009 Ton: positiv
Es ist das Comeback des Jahres: Soul-Diva Whitney Houston (45) stellte am 14. Juli in London ihr neues Album „I Look At You“ vor – ihr erstes seit sieben Jahren. Nicht nur deshalb war die Sängerin während der Präsentation so nervös, dass sie lieber im Nebenraum wartete. „Whitney stand hinter einer Tür, während alle der Musik zuhörten“, berichtete ein Gast. Im Blickpunkt stand schließlich nicht nur ihre Musik, sondern auch der Mensch Whitney Houston.
Denn dass dieses Comeback überhaupt stattfindet, grenzt nicht nur an ein Wunder – es ist eines. Noch vor wenigen Jahren war Whitney mehr Wrack als Diva, Drogen und Alkohol hatten die Sängerin im Griff. Bei einem Auftritt 2001 wirkte sie abgemagert und verwirrt. „Glauben Sie mir, ich habe mir den Hintern abgefeiert . . . Aber das ist meine Entscheidung. Ich bin entweder mein bester Freund oder mein schlimmster Feind“, sagte sie später in einem TV-Interview. Fotos einer offensichtlich mit Drogen zugedröhnten Whitney schockierten dann 2005 die Welt. Ein Weltstar am Ende. Dabei hatte alles so vorbildlich und vielversprechend angefangen: Mit 11 Jahren sang Whitney im Kirchenchor, mit 14 begleitete sie ihre Mutter – ebenfalls Sängerin – bei Auftritten. 1983 wurde Whitney nach einem kurzen Ausflug ins Modelgeschäft von dem Musikmanager Clive Davis (heute 77) für „Arista Records“ entdeckt. Es folgte eine durchgeplante Traumkarriere, aus Whitney wurde ein internationaler Superstar. 1992 war sie auf dem Zenit ihres Erfolges, mit dem Film „Bodyguard“ an der Seite von Kevin Costner landete sie auch als Schauspielerin einen Hit. Aber im selben Jahr heiratete Whitney ihren Kollegen Bobby Brown – und leitete damit das finsterste Kapitel ihres Lebens ein. Affären, Alkohol, Gewalt, Chaos und Drogen prägten das Eheleben. Mittendrin: Tochter Bobbi Kristina (heute 16). Whitney zog sich immer mehr zurück, ihre Karriere litt darunter. In seiner 2008 erschienenen Autobiografie gab Bobby Whitney die Schuld an den Exzessen: „Bevor ich sie traf, habe ich nie Kokain genommen.“ 2006 kämpfte sich Whitney ebenso überraschend wie endgültig aus der zerstörerischen Beziehung frei, gab die Trennung bekannt und reichte wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ die Scheidung ein. Sie bekam das alleinige Sorgerecht für Bobbi – und ihr Leben zurück. Genau wie ihre Karriere: Ihr Entdecker Clive Davis wollte Whitneys Comeback. „Als Clive mich anrief, war ich soweit, mir ein Haus auf einer Insel zu kaufen und mich zur Ruhe zu setzen. Aber er sagte: ‚Nein, du wirst wieder singen, die Menschen wollen dich hören‘“, erzählte Whitney bei der Vorstellung ihres Albums. Clive sollte Recht behalten. Whitney und das Album „I Look At You“ bekamen in London stehende Ovationen. „Ich danke euch sehr“, sagte die Souldiva und strahlte. „Sie ist gestrauchelt, aber nicht zerbrochen“, zitierte Davis eine Zeile aus einem von Whitneys neuen Songs mit dem Titel „I Didn't Know My Own Strength“. Ja, ihre Stimme klingt angekratzt, doch das alte Volumen ist noch da. Ganz spurlos sind die letzten Jahre nicht an Whitney Houston vorübergegangen – sie haben sie stärker gemacht. |
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