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Zurück auf der Tonleiter
Whitney Houston will's noch einmal wissen: Der zwischenzeitlich in die Abgründe der Selbstzerstörung gefallene Pop-Engel legt mit „I Look To You" ein neues Album vor.

Quelle: TT.com
Art der Quelle: Online
Autorin: Ivona Jelcic
Datum: 26.08.2009
Anlass: Albumveröffentlichung am 28. August 2009
Ton: positiv


Innsbruck - Sieben Jahre liegen zwischen Whitney Houstons letztem Comebackversuch „Just Whitney" (2002) und dem nun vorliegenden „I Look To You" (Sony, ab 28. August im Handel). Allerdings hält die Behauptung, es sei während dieser sieben Jahre gänzlich still um die 1963 in New Jersey geborene Soul-Diva gewesen, den Tatsachen nicht stand: Die Gerüchte um ihre Drogenabhängigkeit und die von häuslicher Gewalt geprägte Ehe mit Rapper Bobby Brown boten immer noch genug Stoff für die Klatschspalten.

Casting-Shows

Abgesehen davon war Houston allerdings auch auf den Bühnen dieser Welt häufig vertreten, wenn auch nicht höchstselbst, sondern vielmehr in Gestalt ihrer Songs: Es ist wohl vor allem die vor rund zehn Jahren angelaufene TV-Casting-Maschinerie, die Houston nicht in Vergessenheit geraten ließ. Wollten und wollen angehende Sängerinnen doch ein ums andere Mal beweisen, dass es ihre Stimme mit jener Houstons locker aufnehmen kann.

Diese Versuche enden mehr oder weniger erfolgreich - ließen aber immerhin Hits wie „I Will Always Love You" oder „One Moment in Time" in der Erinnerung nicht verblassen. Nun könnte man Whitney Houston unterstellen, sie habe das ständige Imitiertwerden nicht mehr gepackt und deshalb wieder zum Mikrofon gegriffen.

Liebäugeln mit Dancefloor

Allerdings wird bereits über einen geplanten Auftritt Houstons in der britischen Talentshow „X-Factor" berichtet - Whitney Houston weiß, wie das Showgeschäft funktioniert. Und sie weiß auch, dass 80er-Jahre-Nostalgie allein für ein Comeback nicht reicht. Also holte sie sich u.a. den um einige Jahre jüngeren Hip-Hop-Musiker und Musikproduzenten Akon an ihre Seite und nahm mit ihm den Titel „Like I Never Left" auf.

Dieser eindeutigen Ansage folgt die von Diane Warren geschriebene Ballade „I Didn't Know My Own Strength", die Selbstreflexion und altbewährtes Stimmvolumen vereint. Im Opener „Million Dollar Bill" wird mit dem Dancefloor geliebäugelt, gereift klingt Houstons Stimme in „A Song For You", als ziemlich R&B-lastig erweist sich „Salute" ganz am Schluss.

Es ist keineswegs nur neuer Stoff für Casting-Shows, den die Sängerin da vorlegt. „I Look To You" knüpft vielmehr an einstige Erfolge an und vergisst dabei nicht auf die Gegenwart.




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